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© satyrenko / Fotolia.com
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Mit Erkältung in die Sauna?

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Den Infekt einfach ausschwitzen – so lautet eine weit verbreitete Annahme vom richtigen Umgang mit Husten, Schnupfen und ähnlich unangenehmen Begleiterscheinungen der nasskalten Jahreszeit. Während die Sauna jedoch bewiesenermaßen eine vorzügliche Prophylaxe gegen Erkältungen darstellt, funktioniert sie als Heilmittel bei bereits ausgebrochenen Symptomen eher nicht. Vor allem bei starken Verläufen oder wenn Fieber dazukommt, ist das Schwitzbad in jedem Fall tabu!

Alle Jahre wieder: Erkältungszeit

Dampfende Hitze, die alle Muskeln und die Sinne entspannt – gerade in der kalten Jahreszeit tut der Gang in die Sauna einfach gut. Umfragen des deutschen Saunabundes zeigen jedoch, dass viele Menschen beim ausgiebigen Schwitzen mehr als nur Entspannung suchen.

Dreiviertel der Befragten geben an, sich mit regelmäßigem Saunieren gegen Erkältungen zu wappnen – und tatsächlich auch seltener mit den unangenehmen Symptomen zu kämpfen zu haben. Die Medizin gibt den überzeugten Schwitzbadern Recht: Wer ein bis zwei Mal pro Woche die Sauna besucht, trainiert seinen Körper auf eine bessere Thermoregulation. Dadurch friert er weniger schnell, was die Erreger einer unschönen Erkältung zu großen Teilen entmachtet.

© Subbotina Anna / Fotolia.com
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Dennoch: Sowohl die trockene Heizungsluft der Innenräume als auch das verstärkt infizierte Umfeld stellen in den nasskalten Monaten selbst die härteste Abwehr auf die Probe. Manchmal passiert es eben doch. Die Nase tropft, das Kratzen im Hals wird zu Schmerzen und Husten – man hat sich infiziert. Ist der gewohnte Aufenthalt in der Sauna auch mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit immer noch empfehlenswert?

Gesundheitliche Vorzüge

Um die Frage: „In die Sauna mit Erkältung?“ zu beantworten, gilt es, zunächst zu verstehen, was beim Saunieren passiert und worin genau der gesundheitliche Nutzen liegt. Das intensive und genau aufeinander abgestimmte Wechselspiel von Heiß und Kalt regt stark die Durchblutung des Körpers an. Während des Schwitzbades weiten sich die Gefäße – weshalb Betroffenen von Venenleiden grundsätzlich geraten wird, auf den Saunagang zu verzichten und eher Wechselduschen oder kalte Güsse zu bevorzugen. Der darauffolgende Kälteschock lässt die Haut nicht nur an der Oberfläche erschauern. Alle gerade noch stark geweiteten Gefäße verengen sich mit aller Kraft und pumpen das Blut energisch durch den Kreislauf.

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Mit regelmäßiger Wiederholung funktioniert dieser Vorgang wie ein sportliches Fitness-Training mit An- und Entspannungsphasen und der daraus folgenden Leistungsverbesserung. Der Körper lernt, sich an Temperaturschwankungen leichter anzupassen. Wärmeverlusten in kaltem Umfeld wird so effektiv vorgebeugt und durch die optimierte Durchblutung der Atemwege und Schleimhäute finden Erkältungsviren nur schwierig ihre „Angriffsfläche“. Im Zusammenspiel mit einer nährstoffreichen Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr sowie konstanter Bewegung gilt der regelmäßige Besuch von Saunen somit als wissenschaftlich belegte Prophylaxe. Das heißt: Sie sollten vorsorglich saunieren!

Erkältet in die Sauna – ja oder nein?

Ist die Erkältung jedoch einmal verursacht, sollte der Organismus von allen erdenklichen Belastungen ferngehalten werden. Ebenso wie sportliche Aktivitäten stellt auch das Training der Wärmeregulation beim Saunieren Anforderungen an den Körper, denen er nur im gesunden Zustand sicher begegnen kann. Im Falle einer Schwächung ist es bekanntlich ratsam, sich eher Ruhe zu gönnen. Erkältet in die Sauna hieße somit ebenso wie erkältet zum Sport: eine Zusatzbelastung für den angeschlagenen Organismus. Hier gilt es, auf die Symptome und körperliche Signale zu achten.

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Sind lediglich die ersten kleine Anzeichen zu vernehmen, kann ein moderater Aufenthalt in der wohligen Wärme sanfter Saunen ähnlich erholsam wirken wie ein heißes Bad. Dennoch gilt es hier bereits den Schongang einzulegen. Das bedeutet neben gemäßigter Hitzezufuhr auch, die anschließende kalte Dusche besser auszusparen – denn diese ist es, die den Organismus wirklich fordert. Besser: Nach dem Schwitzbad ausruhen und den Körper einfach natürlich abkühlen lassen.

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Außerdem sollte nach Möglichkeit eher eine schonende Dampfsauna aufgesucht werden, da die dort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute weniger fordert als das herkömmliche heiße und trockene Saunabad. Des Weiteren ist unbedingt auf ein gutes Nachschwitzen zu achten. Vor dem Weg ins Freie sollte sich der Körper wieder auf Normaltemperatur befinden.

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Allerdings ist bei dieser sanften Variante schon Vorsicht geboten: Weniger Trainierte könnten damit riskieren, dass eine latente Erkältung erst Recht mit aller Kraft zum Ausbruch kommt. Übrigens: Wer erkältet sauniert, setzt auch seine Mitmenschen vor Ort einer besonders hohen Ansteckungsgefahr aus. Denn die heiße Luft hilft den Keimen, sich noch rascher zu vermehren. Umso schneller und stärker kann der folgende Infekt kommen.

Absolut tabu: mit Fieber ins Schwitzbad

Während also bereits mit leichter Erkältung vom Gang in die Sauna abzuraten ist, stellen eine erhöhte Körpertemperatur oder gar Fieber unbedingte Ausschlusskriterien dar. Die Hitze würde für das Herz-Kreislauf-System eine deutlich zu starke Belastung darstellen – aus der ernsthafte Risiken entstehen könnten. Neben einem Kreislaufzusammenbruch drohte eine Verschlimmerung der Symptome, was natürlich insbesondere bei Fieber absolut zu vermeiden ist. Stattdessen empfiehlt es sich, die Krankheit auf gängige Weise auszukurieren – viel Trinken, vitaminreiche Kost, mehr Ruhe als gewöhnlich, unter Umständen mit Fieber senkenden Mitteln nachhelfen. Bei Besserung sind erst einmal erfrischende Spaziergänge im Freien anzuraten, bevor es an die nächsten schweißtreibenden Betätigungen geht.

© Paolese / Fotolia.com
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Wissenswert ist außerdem: Ab den ersten Erkältungsanzeichen dauert eine normale Erkältung acht bis zehn Tage an. Der Körper ist in dieser Zeit krank und muss zur Gesundung zahlreiche Kräfte mobilisieren. Selbst wenn die spürbaren Symptome bereits nach den ersten Tagen mit intensivem Krankheitsgefühl wieder nachlassen, wäre es verfrüht, direkt zur gewohnten Belastung, also auch dem Aufenthalt in der Hitze, übergehen zu wollen. Der Saunagang ist wider Erwarten nicht geeignet, um den Heilungsprozess zu beschleunigen, sondern würde möglicherweise eher zu unerwünschten Rückfällen führen!

Abklingende Erkältung – ab wann ist die Sauna wieder erlaubt?

Wichtig ist, das regelmäßige Schwitzbad nicht als eilende Verpflichtung anzusehen. Stattdessen sollten Saunen dem Wohlbefinden dienen und in erster Linie einfach guttun. Deshalb liegt es nahe, sich auch mit der Wiederaufnahme des Saunierens nicht unter Druck zu setzen. Vielmehr freut sich der angeschlagene Körper über einige zusätzliche Tage an willkommener Regenerationszeit.

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Aus diesem Grund sollte das gewohnte Schwitzen frühestens 14 Tage nach Erkältungsbeginn wieder aufgenommen werden, eher noch etwas später. Wer die Möglichkeit hat, beginnt nach Ende der Schonzeit mit einer Bio– oder Dampfsauna. Die dort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit und die insgesamt niedrigere Temperatur bieten eine deutlich sanftere Alternative für den Wiedereinstieg.

Bei Erkältung besser zu Hause schwitzen!

Wissenschaftliche Studien bestätigen: Gut dosierte Saunagänge stärken das Immunsystem und dienen somit als wirkungsvolle Vorsorge gegen Erkältungen – um eine Wunderwaffe handelt es sich dabei jedoch natürlich nicht. Wer gerne und regelmäßig die Sauna besucht, kann sich natürlich trotzdem mit Erkältungsviren infizieren. Grundsätzlich gilt dann vor allem bei Warnsignalen wie erhöhter Temperatur oder insbesondere Fieber: Erkältet zu saunieren empfiehlt sich nicht. Ein grippaler Infekt lässt sich keinesfalls, anders als weit verbreitet angenommen wird, ausschwitzen – und wenn, dann mit viel Ruhe und Schonung im heimischen Bett!

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Nicht früher als 14 Tage nach dem Beginn können die Schwitzbäder wieder aufgenommen werden – und dann am ehesten in einer sanften Dampfsauna oder Schritt für Schritt mit einem leichten Wiedereinstieg ohne kalte Dusche. Vor dem kompletten Abklingen einer Erkältung wieder zu saunieren, könnte ernste Rückfälle der Krankheit folgen lassen. Deshalb lautet die erste Regel: Wie bei allen Wohlfühl- und Heilmitteln kommt es auch beim Saunieren auf die richtige Dosierung an!