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Sauna oder Infrarotkabine?

« Der große Vergleich für Unentschlossene »

Entspannung im besten Sinne: Saunieren bringt eine Reihe psychophysischer Wohltaten mit sich. Setzt oder legt man sich regelmäßig zum Schwitzen in Dampfbäder, Infrarotkabinen oder Saunen werden Herz und Kreislauf trainiert und das Immunsystem gestärkt. Doch Sauna ist nicht gleich Sauna. Neben klassischen Finnischen Saunen gewinnt auch die Infrarot- beziehungsweise Wärmekabine zunehmend an Popularität. Was zeichnet die beiden Varianten jeweils aus? Worin liegen die Gemeinsamkeiten? Und was unterscheidet die Infrarotkabine von der klassischen Sauna? Für wen eignet sich welche Variante?

Die Gemeinsamkeiten von Sauna und Infrarotkabine

Sauna und Infrarotkabine lassen sich nur bedingt in denselben Topf werfen. Sie teilen nämlich weniger Gemeinsamkeiten als Laien vermuten – eine Gemeinsamkeit, die auf den ersten, oberflächlichen Blick klar ersichtlich ist, ist die Absicht mit Wärme zu entspannen und den Erholungssuchenden ins Schwitzen zu bringen. Darüber hinaus sind sowohl die klassische Sauna als auch die Infrarotkabine der Gesundheit zuträglich.

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Zu guter Letzt ähneln sich die Varianten in ihrem Aussehen, wenngleich Wärmekabinen gemeinhin etwas kompakter ausgeführt werden. Hinsichtlich der detaillierten, tiefer gehenden Charakteristika, die den Aufbau und die Bestandteile, die Wärme (Temperaturen), die Funktionsweise und die konkreten gesundheitlichen Effekte betreffen, finden sich hingegen einige markante Unterschiede.

1. Aufbau und Bestandteile

Die klassische Sauna ist in der Regel aus robustem, wärmebeständigem Holz wie Fichte oder Zedern gefertigt. Für die heiße Luft im Inneren der Kabine sorgt ein Saunaofen, der bei modernen Saunamodellen elektronisch funktioniert. Allerdings gibt es immer noch auch Ausführungen mit traditionellem Holzofen. In den meisten Fällen benötigt man für den Saunaofen einen Starkstromanschluss (etwa 380 bis 400 Volt). Viele Saunen werden inklusive Aufgusseimer und Schöpfer geliefert. Mit diesen Utensilien kann man Aufgusskonzentrate aus ätherischen Ölen anwenden und den jeweiligen Saunagang durch eine Aromatherapie aufwerten.

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Ein Beispiel für eine solche Sauna ist die Finnrelax VIP-ZFS200, die weitere luxuriöse Extras in Form einer LED- und Sternenhimmelbeleuchtung sowie eines integrierten Soundsystems mitbringt. Saunakabinen stehen in den verschiedensten Größen zur Verfügung – vom Minimodell mit einer Grundfläche, die weniger als zwei Quadratmeter beträgt, bis hin zur raumfüllenden Familienausführung.

Die Infrarotkabine fungiert als technische Weiterentwicklung der klassischen Sauna. Meist ist sie rechteckig gebaut, allerdings gibt es die Wärmekabine auch in anderen Eck- oder rundlichen Designs. Im Vergleich zur Finnischen erfordert die Infrarotsauna häufig eine geringere Stellfläche. Zudem bedarf die Saunavariante nur eines normalen, 230 Volt starken Haushaltsstromanschlusses. Anders als ihr klassisches Pendant arbeitet die Wärmekabine zur Hitzeerzeugung nicht mit einem Saunaofen, sondern mit Infrarotstrahlern.

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Neben den grundsätzlichen Bestandteilen sind Infrarotkabinen oft auch mit Farblichttherapien ausgestattet. Integrierte Sicherheitssysteme, die nach Ablauf der vorab eingestellten Zeit ein automatisches Abschalten der Strahlungszufuhr herbeiführen, runden den Aufbau einer hochwertigen Wärmekabine ab.

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Exemplarisch sei die Optirelax Infrarotkabine Salzburg erwähnt: Das rechteckige Modell erfüllt die beschriebenen Kriterien und beherbergt zur besseren Luftzirkulation sogar einen zuschaltbaren Ventilator in der Decke.

2. Wärme

sauna-steuerung-d2-24h-echtzeit-und-vorwahluhrEiner der wesentlichen Unterschiede zwischen der klassischen Sauna und der Infrarotkabine bezieht sich auf die Wärme, die sich im Inneren des jeweiligen Schwitzkastens entwickelt.

In der Finnischen hat man es mit Temperaturen zwischen 70 und 100 Grad Celsius zu tun. Durch den Saunaofen wird die Luft intensiv erhitzt. Demgegenüber herrschen in der Wärmekabine vergleichsweise moderate Temperaturen: Die Luft erwärmt sich nur langsam und minimal. Werte zwischen 35 und 50 Grad Celsius sind üblich. Im Zusammenhang mit dem Merkmal der Wärme gibt es einen weiteren Unterschied, der eng mit der Funktionsweise korreliert und deshalb im nächsten Abschnitt beschrieben werden soll.

3. Funktionsweise

In der klassischen Heimsauna ist der Saunaofen für die Wärmeerzeugung verantwortlich. Mit sogenannter Konvektionswärme erhitzt er die Raumluft.

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Über ebendiese Raumluft wird die Wärme anschließend auf die Oberfläche des saunierenden Körpers übertragen, der durch Schwitzen auf seine heiße Umgebung reagiert. Sie benötigt normalerweise circa 30 Minuten Aufwärmzeit, um die gewünschte Temperatur zu erzielen.

Das Herzstück der Infrarotkabine bilden die Strahler, die Infrarotstrahlung abgeben. Letztere ist der natürlichen Sonnenwärme nachempfunden. Das bedeutet, dass die Strahlen nicht (zuerst) die Raumluft erwärmen, sondern den direkten Weg zum Körper suchen – und finden. Sie erwärmen den Anwender von innen heraus.

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Damit ist auch der Grund ermittelt, weshalb Infrarotsaunen mit deutlich niedrigeren Temperaturen auskommen. Übrigens beträgt die erforderliche Aufwärmzeit hier maximal zehn bis 15 Minuten.

4. Vergleichsrunde: Wirkung und Entspannungs- beziehungsweise Gesundheitseffekte

Wer eine klassische Sauna nutzt, weiß um die typischen Wechsel zwischen Erhitzung und Abkühlung: Auf jede „Saunaepisode“ – pro Gang gibt es derer gemeinhin zwei bis drei – folgt die kalte Dusche. Durch dieses Prinzip werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt und das Herz-Kreislauf-System angekurbelt. Dies reduziert wiederum die Infektionsanfälligkeit. Darüber hinaus erfährt die Haut eine Reinigung, die einer Peelingpflege gleicht. Nicht zu vergessen, dass der Körper durch das extreme Schwitzen entgiftet wird.

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Weitere Effekte sind die Entspannung der Muskulatur und Linderung von Gelenkbeschwerden – abgesehen davon, dass man beim Saunieren in der Finnischen durch die Anregung des vegetativen Nervensystems Stress abbaut und Glückshormone freisetzt, was das allgemeine Wohlbefinden erhöht.

Die tiefenwirksame Wärme der Infrarotkabine (sie dringt bis ins Unterhautfettgewebe) geht allerdings auch mit etlichen gesundheitsförderlichen Effekten einher: Sie fördert die Schweißproduktion noch stärker als die in der klassischen Heimsauna entstehende Wärme, sodass der Körper Schlacken und Giftstoffe optimal abtransportieren kann. Zudem kurbelt die durch Infrarotstrahlung resultierende Hitze die Durchblutung an, was Verspannungen löst und dafür sorgt, dass Kreislauf und Stoffwechsel stimuliert werden.

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Und: Die gezielte Wärmebehandlung unterstützt den Heilungsprozess bei (akuten) Verletzungen, Narben und Entzündungen.

5. Vor- und Nachteile

Aus den Vergleichsrunden 1 bis 4 ergeben sich bei der klassischen Heimsauna ebenso wie bei der Infrarotkabine mehrere Vor- und Nachteile. Während die Finnische durch ihren traditionellen Hintergrund einen gewissen emotionalen Bonus genießt, überzeugt die Infrarotsauna in puncto Praktikabilität etwas mehr: Sie erfordert in der Regel weniger Stellfläche und benötigt lediglich einen herkömmlichen Haushaltsstromanschluss.

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Demgegenüber kann die klassische Heimsauna gemeinhin nur mit einem Starkstromanschluss betrieben werden. Zudem punktet die Infrarotsauna mit ihrer schnellen Einsatzbereitschaft und den geringeren Verbrauchskosten.

Was die Funktionsweise und die damit einhergehenden Wirkungen betrifft, gibt es keinen Sieger. Ob das eine oder das andere Modell besser ist, muss man individuell an den eigenen Voraussetzungen und Wünschen bemessen.

6. Welche Alternative für wen?

All jene, die das klassische Saunaerlebnis herbeisehnen, mit extrem hohen Temperaturen gut zurechtkommen und die aromatisch-sinnlichen Aufgüsse nicht missen möchten, sollten sich im Zweifelsfall für eine klassische Heimsauna entscheiden.

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Sie eignet sich hervorragend zur Stärkung der Abwehrkräfte und trägt auf diese Weise unter anderem dazu bei, Erkältungskrankheiten effektiv vorzubeugen. Wichtige Komponenten der Holzsauna sind natürlich auch das Flair und eventuell die Geselligkeit, die in einer klassischen Sauna herrschen können.

Verglichen mit der Hitze in der Finnischen dringt die Wärme in der Infrarotsauna tiefer in die Haut ein, was den Entschlackungsprozess verstärkt. Dadurch, dass die Temperaturen deutlich niedriger ausfallen, ist die Wärmekabine weit weniger kreislaufbelastend und dadurch für Personen geeignet, die mit der großen Hitze in der klassischen Sauna Schwierigkeiten haben.

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Auch für Menschen, die eine Finnische aus gesundheitlichen Gründen (etwa Venenleiden) meiden müssen, kann die Infrarotsauna möglicherweise eine gute Alternative sein. Betroffene sollten jedoch unbedingt ärztlichen Rat einholen, ehe sie sich für den Kauf einer Kabine entscheiden. Weiterhin profitieren diejenigen von einem Infrarotmodell, die gezielt ausgewählte Körperregionen mit Wärme behandeln wollen. Die Stärke der Wärmekabine liegt nämlich nicht zuletzt darin, akute Beschwerden (Verspannungen, Verletzungen, Entzündungen etc.) spürbar zu lindern.

Regelmäßigkeit ist wichtig

Sauna oder Infrarotkabine? Beide Hitzelieferanten bringen in erster Linie Vorteile mit sich. Die Entscheidung für die eine oder die andere Variante obliegt dem Geschmack und den Prioritäten der Erholungssuchenden. Doch ganz gleich, welchem Modell man letztendlich den Vorzug gibt, gilt: Die gesundheitsförderlichen Effekte treten nur bei einer regelmäßigen Nutzung zutage.