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Die Auswahl passender Saunahölzer

Der nachhaltige Rohstoff Holz ist ein traditionsreicher Baustoff und wird aktuell wieder ganz modern. Architekten entdecken altbekanntes Wissen wieder und erschaffen neue Objekte – im Saunabau war und ist Holz einfach nicht zu ersetzen. Nicht nur die ästhetischen Vorzüge, sondern auch die physikalischen Eigenschaften sind für eine Sauna ideal und doch gilt: Vorsicht bei der Auswahl der richtigen Holzsorte! Wir erklären die Unterschiede.

Die Holzsauna – so unterschiedlich ist der natürliche Rohstoff

Im unübersichtlichen Angebot der unterschiedlichsten Holzarten erscheint es schwer, die richtige Wahl für eine langlebige Holzsauna zu finden. Worauf ist zu achten oder ist etwa doch Holz gleich Holz?

Ein Fachmann kennt die spezifischen Eigenschaften jeder Holzart und weiß, dass es sich nicht nur um optische und olfaktorische Unterschiede handelt.

Für den Innenbereich einer Holzsauna ist die Toleranz hoher und schnell ansteigender Temperaturen und wechselnder Luftfeuchtigkeit immanent. Die Saunahölzer dürfen sich aufgrund dieser physikalischen Belastungen nicht verziehen oder gar reißen. Aber auch die Bildung von Splittern und einer spröden Oberfläche ist in der Holzsauna ungünstig und könnte kleinere, unerwünschte Verletzungen auslösen.

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Daher sind Saunahölzer mit Asteinschlüssen ebenfalls keine ideale Wahl. Sie neigen an diesen Einschlüssen zu Splitterbildung und durch die hohen Temperaturen erhitzen sich diese Stellen außerdem zu stark. Da der natürliche Rohstoff stets arbeitet, könnten die Asteinschlüsse sich darüber hinaus lösen und herausfallen, sodass hässliche Löcher in der Verkleidung entstehen, die zudem noch Kältebrücken darstellen und die Funktion der Heimsauna beeinträchtigen.

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Eine weitere Einschränkung bei der Auswahl geeigneter Saunahölzer ist die Harzbildung. Steigende Temperaturen verflüssigen dieses und lassen es austreten, sodass klebende Rückstände auf Haut und Badetuch bei manchen Holzarten unumgänglich sind. Dies führt dazu, dass schlussendlich nur eine sehr begrenzte Auswahl funktionaler Saunahölzer zur Verfügung steht.

Harthölzer eignen sich wegen starker Harzbildung nur für die Außenverkleidung, nicht für den Innenbereich.

Nordische Fichte – die finnische Sauna lässt grüßen

Die nordische Fichte ist der Klassiker in der finnischen Holzsauna. Wände, Decken und sogar Böden werden aus dem hellen Fichtenholz gefertigt. Aufgrund der niedrigen Temperaturen wächst die nordische Fichte langsamer als ihre bei uns heimische Verwandte und ist daher widerstandsfähiger und robuster gegenüber Feuchtigkeit. Sie weist in der Regel nur sehr kleine Asteinschlüsse auf, die nicht die Gefahr von Kältebrücken bilden.

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Neben der Optik überzeugt die traditionelle Verwendung dieser Saunahölzer und die mit ihr wohl bekannten olfaktorischen Reize. Denn eine Saunaeinrichtung wird nicht nur gesehen, sondern auch gerochen.

Hemlock-Tanne – die Alternative aus Kanada und Nordamerika

Die vor allem aus Kanada und Nordamerika stammende Hemlock-Tanne ist ein harzfreies Weichholz, welches durch seine sehr helle Farbe mit einem weißen bis leicht gelblichen Stich auffällt. Der extrem hoch werdende Baum weist bis zu 30 Meter lange Abschnitte ohne Asteinschlüsse auf. Da er sehr langsam wächst, ist das Holz mit einer feinen Maserung durchzogen, die nicht nur einen geraden Verlauf haben muss, sondern auch in lebendig wirkenden Wellen eine positive Stimmung in die Wellnessoase bringen kann.

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Schrauben und Nägel halten problemlos, sodass sich die Hemlock-Tanne ideal zur Inneneinrichtung eignet. Wer die Optik der nordischen Fichte mag, jedoch nicht deren Geruch, ist mit der Hemlock-Tanne gut beraten, denn diese ist weitestgehend geruchslos. Dafür ist sie jedoch deutlich kostenintensiver als die vergleichsweise günstige nordische Fichte.

Rotzeder – Farbe und Duft vereint

Eine ganz andere Erscheinung ist die Rotzeder, die sowohl mit ihrer leuchtenden Färbung als auch mit dem unverwechselbaren Zederngeruch eine ganz andere Atmosphäre in der Holzsauna erschafft. Die Saunahölzer sind besonders edel und lassen sich gut verarbeiten.

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Das hochwertige Material überzeugt jedoch auch durch seine außergewöhnliche Haptik. Die Maserung ist deutlich spürbar und spricht somit einen weiteren Sinn an.

Saunahölzer speziell für Sitzbänke und Liegen

Der Saunagast kommt mit Sitzbänken und Liegen am meisten in Berührung. Daher sind die Ansprüche an die verwendeten Saunahölzer hier besonders groß. Das gewünschte Material muss eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit aufweisen, damit es bei direktem Hautkontakt nicht zu Verbrennungen kommt. Außerdem ist eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Schweiß notwendig.

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Zum Einsatz kommen vor allem Abachi und Pappel, da beide diese Ansprüche erfüllen und zudem aufgrund ihrer Struktur außerdem einen hohen Liegekomfort gewährleisten.

Abachi – der Klassiker

Eines der beliebtesten Saunahölzer ist der Abachi aus Afrika. Der am häufigsten vertretene Baum des Kontinents ist durch seine helle Holzfarbe und seine überragenden physikalischen Eigenschaften für den Saunabereich prädestiniert.

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Da das Holz jedoch aufgrund seiner geringen Dichte sehr leicht ist und Schrauben nur wenig Halt zu geben vermag, ist ein kompletter Innenausbau mit Abachi schwierig, sodass er vor allem für die Saunaliegen Verwendung findet. Die dennoch begrenzte Menge der Saunahölzer und die Transportwege machen das Tropenholz zu einem kostspieligen Baumaterial.

Pappel – die Alternative zum Tropenholz

Die Pappel bzw. Espe ist ein heimischer Laubbaum, der eine ideale Alternative zum Tropenholz des Abachi ist. Das robuste, nicht harzende Naturprodukt bietet sich als Rohstoff für die Liegen und Sitzbänke geradezu an. Es weist eine vergleichbar geringe Wärmeleitfähigkeit wie Abachi auf und ist auch in Bezug auf Farbe und Erscheinung mit diesem Tropenholz zu vergleichen.

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Die großen Unterschiede liegen in ihrem regionalen Vorkommen, der noch schnelleren Wachstumsgeschwindigkeit und dem daraus resultierenden geringeren Preis.

Thermo-Hölzer – ein deutlicher Unterschied

Früher war Tropenholz für eine Sauna fast unersetzlich. Vor allem das zwar relativ unbedenkliche Abachi, das durch seinen schnellen Wuchs kultiviert werden kann, fand sich in fast jeder Holzsauna. Wer seinen ökologischen Fußabdruck jedoch gering halten möchte, verzichtet aufgrund der Transportwege dennoch auf jedwedes Tropenholz. Thermo-Hölzer können eine sehr gute Alternative sein und lassen sich auch in die Holzsauna integrieren.

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Für Thermo-Hölzer werden Fichte, Esche, Birke, Pappel und Kiefer verwendet. Das unbehandelte Rohholz muss über viele Stunden Temperaturen von über 200°C überdauern. Die dabei in Gang gesetzten Prozesse lassen das Holz nicht nur nachdunkeln, wodurch es dem Erscheinungsbild vieler Tropenhölzer näher kommt, sondern machen es auch widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit.

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Insbesondere im Saunabereich, in dem das Holz starken Temperaturschwankungen, wechselnder Luftfeuchtigkeit und direktem Kontakt mit Schweiß ausgesetzt ist, verhält sich das Thermo-Holz ideal. Aber auch im Außenbereich ist es einsetzbar und weist eine lange Lebensdauer auf.

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